SGH-Theater bringt mit „CIRCLE“ intensiven Stoff auf die Bühne

Was ist ein Menschenleben wert – und wer darf darüber entscheiden? Mit diesen existenziellen Fragen setzte sich das SGH-Theater in seiner aktuellen Produktion „CIRCLE“ auseinander und präsentierte am 25. und 26. März 2026 eine mutige Inszenierung im Städtischen Gymnasium Hennef. Insgesamt rund 250 Gäste besuchten die beiden Abende und zeigten sich tief beeindruckt von der Leistung der jungen Schauspieler*innen.
30 Jugendliche aus den Jahrgangsstufen 6 bis Q1 standen für die Produktion auf der Bühne. Das Ensemble setzte sich aus Teilnehmenden des Literaturkurses, der Theater-AG sowie des Projektkurses „Vorhang auf“ zusammen und wurde zusätzlich durch engagierte Statist*innen ergänzt.
Frei nach dem Film „CIRCLE“ von Aaron Hann und Mario Miscione erzählt das Stück von einer Gruppe Menschen, die sich in einer ausweglosen Situation wiederfinden: Gefangen in einem Kreis und gezwungen, über Leben und Tod zu entscheiden. Dabei geraten moralische Überzeugungen ins Wanken, Grenzen verschwimmen, und der Kampf ums Überleben stellt grundlegende Fragen nach Menschlichkeit, Verantwortung und Gemeinschaft. Die Inszenierung verbindet Elemente der Filmvorlage mit eigenen Ideen der Jugendlichen und schafft so eine moderne und eigenständige Interpretation für die Bühne.
„CIRCLE“ erwies sich als ein Theaterabend, der unter die Haut geht – intensiv, aktuell und vor allem diskussionswürdig. Dem jungen Ensemble gelang eine beeindruckend dichte und emotionale Darbietung: Mit großer Ausdruckskraft brachten die Jugendlichen Gefühle wie Angst, Panik und Wut auf die Bühne und zogen das Publikum über 65 Minuten hinweg in ihren Bann.
Dank der finanziellen Förderung durch das NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“ sowie eines Zuschusses des SGH-Fördervereins konnte in diesem Jahr erneut die freiberufliche Theaterpädagogin Anna Seidel für das Projekt gewonnen werden. Ensembleleitung, Textadaption und Regie lagen in ihren Händen. Unterstützt wurde sie dabei von Margret Buchmüller, Lehrkraft für Deutsch, Philosophie und Literatur.
Beide waren nach den Vorstellungen sehr stolz: „Innerhalb von 7 Monaten ist die Gruppe zu einem kreativen Ensemble zusammengewachsen und haben es gemeinsam geschafft, das Publikum zu begeistern und wurden dafür mit viel Applaus belohnt. Diese besondere Erfahrung wird sicherlich noch eine Weile nachwirken.“
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hat sich bewährt und soll im kommenden Schuljahr fortgesetzt werden. Das Team Buchmüller/Seidel plant bereits die nächste Produktion – das Publikum darf gespannt sein, womit das SGH-Theater 2027 überraschen wird.















