Schule als Staat - drei Tage pralles Leben in Sapere Audistan

Vom 6. bis zum 8. Juli verwandelte sich das SGH in einen eigenen Staat. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeitende wurden zu Bürgerinnen und Bürgern von Sapere Audistan – einem Staat mit eigener Wirtschaft, eigener Verwaltung und natürlich den klassischen staatlichen Institutionen: Legislative, Exekutive und Judikative.
Schon lange vor dem eigentlichen Projekt hatte das Organisationsteam der SV unter der Leitung des Schülersprecherteams Lea Schmidt und Leonard Bolle enorm viel Arbeit investiert, um Sapere Audistan für drei Tage Wirklichkeit werden zu lassen. Eine Verfassung wurde ausgearbeitet, eine Hymne komponiert und ein Wirtschaftssystem entwickelt, das sich schnell zum Herzstück des Projekts entwickelte.
Die Bürgerinnen und Bürger von Sapere Audistan waren nämlich vor allem eines: wirtschaftlich aktiv – entweder als Besitzerinnen und Besitzer oder als Angestellte in mehr als 100 Betrieben. Bezahlt wurde mit dem „Gymni“, der offiziellen Währung des Staates. Der gesamte Wirtschaftskreislauf lief über ein digitales System, das Artur Weißenburger von der SV eigens für das Projekt programmiert hatte.
Doch nicht nur wirtschaftlich war einiges los. Auch im Parlament entwickelte sich eine lebhafte politische Kultur. Zweimal täglich kamen die Abgeordneten zusammen. Parlament und Regierung diskutierten darüber, wie sich das Leben und Arbeiten in Sapere Audistan weiter verbessern ließ.
Über alle wichtigen Entwicklungen berichtete die Presse – und zwar ganz entgegen dem allgemeinen Trend überwiegend in gedruckter Form. Besonders gut verkauften sich Klatsch und Tratsch aus Sapere Audistan. Aber auch die Berichte über Polizei und Justiz stießen auf großes Interesse. Schließlich wurden beide Institutionen während der Projekttage reichlich in Anspruch genommen.
Insgesamt war das Projekt „Schule als Staat“ ein äußerst gelungenes Experiment. Es hat uns allen gezeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen – ganz gleich, an welcher Stelle. Besonders beeindruckend war, wie engagiert sich die große Mehrheit der Schulgemeinschaft auf die Simulation einließ und Sapere Audistan mit Leben füllte.
Auch Bürgermeister Mario Dahm zeigte sich von dem Projekt beeindruckt. In seiner Anwesenheit wurde das Organisationsteam der SV für seinen außergewöhnlichen Einsatz geehrt.
Sapere Audistan hat eindrucksvoll gezeigt, was entstehen kann, wenn eine ganze Schulgemeinschaft gemeinsam anpackt, Verantwortung übernimmt und aus einer Idee für drei Tage echte Wirklichkeit werden lässt.













































